Der Wald im Klimawandel

plus 4 Grad macht Stress

Die mittlere Jahrestemperatur im Alpenraum liegt derzeit um zwei Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Im Extremfall könnte die Klimaveränderung im Jahr 2100 plus 4 Grad erreichen.
Bei Bäumen führt der Klimawandel zu Trockenstress und macht sie wesentlich anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.

Die Niederschlagsschwerpunkte verschieben sich vom Frühjahr/Sommer in den Herbst/Winter, also außerhalb der Vegetationszeit. Besonders auf Waldstandorten, die bereits jetzt unter Wassermangel leiden, hat das massive Auswirkungen.

die Fichte gerät unter Druck

Seit einigen Jahren stellen wir höhere Schäden an Fichten und Kiefern, aber auch an Eschen und Ulmen fest. Speziell unterhalb von 1000 m Seehöhe gerät die weitverbreitete Fichte durch den Trockenstress und den Borkenkäfer stark unter Druck. Wenn die Situation eskaliert, wäre die für unser Land so wichtige Schutzfunktion gegen Naturgefahren bedroht.

Vielfalt ist der Schlüssel
zum Erfolg

Besonders in Tallagen ist die Baumartenmischung so zu wählen, dass die künftigen Wälder Hitze, Trockenheit und Stürmen besser standhalten können. Mischwälder mit vielen verschiedenen Baumarten wie Buche, Eiche, Tanne, Lärche oder Linde reagieren auf Störungen wesentlich flexibler als Reinbestände. Diese Maßnahme senkt auch das Risiko für die Waldwirtschaft.

Naturverjüngung ist optimal

Neben der Baumartenvielfalt ist die genetische Anpassung wichtig. Von Natur aus nachwachsende Bäume sind optimal an den Standort und an die lokalen Bedingungen angepasst.

fachgerecht pflanzen

Wo geeignete Samenbäume fehlen, oder wenn aus Sicherheitsgründen Eile geboten ist, muss aktiv aufgeforstet werden. Dabei ist besonders auf die Herkunft der Pflanzen und die fachgerechte Pflanzung zu achten.

rechtzeitig schützen
und pflegen

Für die neue Waldgeneration ist die rechtzeitige Pflege beim Aufwachsen sehr wichtig, um die Stabilität zu erhöhen. Regelmäßig zu durchforsten und die Baumartenmischung zu regulieren sind wesentliche Maßnahmen für die Erhöhung von Widerstandkraft und Qualität.

PROJEKTLEITUNG

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Amt der Tiroler Landesregierung
Abteilung Forstplanung

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